Lüneburg - Die Stadt auf dem Salz

Die Entdeckung des Salzstocks ist die Grundlage für das besondere Stadtbild einer der prächtigsten Städte im Norden Deutschlands. Lüneburg war über viele Jahrhunderte sehr reich, so dass die Bürger der Stadt über lange Epochen beeindruckende Bauten errichteten.

Lüneburg ist im historischen Kern von Kriegsschäden verschont geblieben und kann sich heute in einem weitgehend gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild zeigen.

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Großzügige Backsteinbauten mit stattlichen Giebeln sowie drei mittelalterlichen Hallenkirchen prägen das historische Stadtbild mit einer kulturhistorisch wertvollen Bausubstanz.

Das überaus reizvolle Stadtbild, zu dem in der Innenstadt 1180 Baudenkmale beitragen lädt aber auch in verkehrsberuhigten Straßen und Fußgängerzonen zu bummeln und shoping ein. Vielfälige kleine und große, oft Inhabergeführte Läden bieten ein besonderes Einkaufserlebniss in einer malerischen mittelalterlichen Kulisse mit zahlreichen Caffe`s , Restaurants und Kneipen sie laden ein, dem lebhaften Treiben in dieser von zahlreichen jungen Leuten geprägter Studentenstadt auch kulinarisch zu genießen.

über 1050 Jahre

Lüneburg, die über 1050 Jahre alte Stadt des Salzes gehört ohne Zweifel zu den faszinierenden Städten im Norden Deutschlands. Historische Backstenarchitektur, wunderbar erhalten, prägt das aktive von jungen Menschen dominierende Stadtleben.
Die Stadt blieb in den Wirren des der Kriege unzerstört und zeigt sich so in einem weitgehend gut erhaltenem mittelalterlichen Stadtbild. Seit dem Jahre 2007 trägt die Stadt Lüneburg auch wieder den Titel der Hansestadt.

Überall in der Innenstadt begegnet dem Besucher die Geschichte der Stadt, deren wichtigstes Gut das Salz war. Über 1000 Jahre wurde in der Saline Salz gesiedet, und durch den Handel mit dem damals kostbaren "Weißen Gold" kam die Stadt im Mittelalter zu Reichtum und Ansehen.

Dabei ist die Stadt alles andere als museal, denn Lüneburg ist Universitätsstadt: Tausende Studenten leben und lernen hier und sorgen für ein buntes, junges Stadtbild. Einkaufen in der verkehrsberuhigten Innenstadt ist ein Genuss - viele gut sortierte Fachgeschäfte unter historischen Giebeln sorgen für eine große Auswahl, und das Auto kann man während des Einkaufsbummels in einem der zentrumsnahen Parkhäuser stehen lassen.

 

Die Salz- und Hansestadt Lüneburg wird im Jahre 956 erstmals im Zusammenhang mit der Saline (Anlage zur Salzgewinnung) genannt. Sie liegt am Rande der Lüneburger Heide zwischen Hamburg und Hannover.

Die Hanse- und Universitätsstadt Lüneburg (plattdeutsch Lümborg) ist mit etwa 72.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Land Niedersachsen. Sie liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Hamburg am Rande der nach ihr benannten Lüneburger Heide am Flüsschen Ilmenau. Lüneburg hat den Status einer Großen selbständigen Stadt und ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Lüneburg gehört zu den wenigen Städten Norddeutschlands, die ihren historischen Kern unzerstört durch den Zweiten Weltkrieg retten konnten. Allerdings haben die Vernachlässigungen der Bausubstanz bis in die 60er Jahre hinein und die Schäden im Senkungsgebiet über der Saline zu Lücken im historischen Stadtbild geführt. Seit Anfang der 70er Jahre wird Lüneburg aber sorgsam und liebevoll restauriert. Dadurch kam es inzwischen zu Entdeckungen von zuvor verborgenen Deckengemälden, mittelalterlichen Töpferstuben und vieler historischer Sickergruben, durch die ein wesentlich besseres Bild vom Leben im Mittelalter entstanden ist.

Wirtschaft

Neben der Touristik sind Mechatronik, Umwelttechnologie, Ernährungswissenschaft und Information und Kommunikation weitere wichtige Wirtschaftszweige Lüneburgs. Das mittelständische produzierende Gewerbe und Kleinbetriebe immer noch eine starke Rolle im Lüneburger Wirtschaftsgeschehen. Veränderungen und Impulse ergeben sich auch aus der Universität Lüneburg, welche mit ihren Studierenden zur belebenden Vielfalt der Region beiträgt.

Wichtige Unternehmen sind unter anderem der Modehersteller Roy Robson, im Lebensmittelbereich die Firmen De-Vau-Ge Gesundkostwerk als einer der größten deutschen Hersteller von vegetarischen Lebensmitteln und die Molkerei, welche Produkte der Marke Lünebest herstellt. Im Industriebereich sind die größten ansässigen Firmen der PKW-Innenausstatter Johnson Controls, H.B. Fuller, die Impreglon AG und als Anbieter von Industrie-Elektronik die Sieb & Meyer AG. Ebenfalls in Lüneburg beheimatet ist mit der 1614 gegründeten von Stern'schen Druckerei die älteste noch in Familienbesitz befindliche Druckerei der Welt.

Darüber hinaus ist hier seit 1978 die Hauptverwaltung der Tagungshotelgruppe Seminaris angesiedelt. Im Bereich Technologien und Dienstleistungen ist das Innovations- und Gründungszentrum e-novum zu nennen, welche sich mit der Förderung von jungen Unternehmen befasst. Die Werum Software & Systems AG ist das größte Unternehmen Lüneburgs aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Berühmt

Berühmtester Sohn der Stadt ist sicherlich der Soziologe Niklas Luhmann, der Begründer der Systemtheorie. 

Das Lüneburger Ratssilber ist der größte erhaltene Silberschatz einer deutschen Stadt. Alle seine Stücke entstammen der Zeit zwischen 1443 und 1620. Die Originale des Ratssilbers sind nicht in Lüneburg zu sehen, sondern im Kunstgewerbemuseum Berlin.

Mit einer Gaststättenkonzession pro ca. 200 Einwohner reklamiert Lüneburg für sich die größte Kneipendichte Deutschlands und nach Madrid die zweitgrößte Europas.

Lüneburg hatte einst über 80 Brauereien. Die größte und bekannteste davon war die Lüneburger Kronen-Brauerei von 1485 in der Heiligengeiststraße, in der in Norddeutschland sehr bekannte Biere wie das Lüneburger Kronen-Pilsener und das Moravia Pilsener gebraut wurden. Diese Biere werden heute von der Holsten-Brauerei AG in Hamburg gebraut. Heute gibt es nur noch zwei kleinere Gasthausbrauereien in Lüneburg.

Lüneburg ist für weitere besondere Leckereien bekannt: zum einen den Heidschnuckenbraten, zum anderen für den Stint, einen kleinen Fisch, der im Frühjahr Saison hat. Eine weitere kulinarische Rarität ist eine regional abweichende, dänisch beeinflusste Variante des Labskaus (Skipperlabskovs, umgangssprachlich auch Gammel danske kaus). Traditionell wird am Heiligabend Grünkohl mit Bregenwurst gegessen.