St.Nikolaikirche Lüneburg

St.Nikolai

Die Schifferkirche im Wasserviertel der Stadt wurde im Stil der französichen Kathedralen in der Zeit von 1407 bis 1440 (ohne Turm) erbaut und ist damit die jüngste der ursprünglich 4 Innenstadt-Kirchen (St. Lamberti wurde 1861 abgerissen).Sie unterscheidet sich im Baustil von den beiden anderen Kirchen (St. Johannis und St. Michaelis sind sogenannte Hallenkirchen, bei denen die Haupt- und Seitenschiffe die gleiche Höhe haben) durch das 28,5 m hohe Hauptschiff, während die Seitenschiffe nur die Höhe von 13,5 m haben, eine sogenannte Basilika. Ein weiterer Unterschied fällt beim Eintreten sofort ins Auge: das Backstein-Mauerwerk, gekrönt durch das Sterngewölbe.

Schlichter und erhabener kann Gotik kaum sein. Die strenge Schlankheit nimmt den Blick mit nach oben und läßt den Besucher für einen Moment verharren.

Die Kirche ist eine der letzten Backsteinbasiliken. Besonders beeindruckend ist das etwa 7,20 Meter breite und 28,70 Meter hohe gotische Mittelschiff mit dem in Norddeutschland einmaligen achtzackigen Sternengewölbe und mit seinem mittelalterlichen Gepräge.

Durch die zahlreichen Restaurierungen ist der Rest der gotischen Kirche sehr stark vom 19. Jahrhundert geprägt.
Auffällig ist der im Stil der Neugotik erbaute, 92,7 Meter hohe Backsteinturm, der erst 1895 neu errichtet wurde und zu den höchsten Kirchtürmen Niedersachsens gehört (siehe Liste der höchsten Kirchtürme der Welt).

An drei Seiten ist eine Turmuhr angebracht, an der Nordseite, an der der historische Stadtkern recht bald endet, nicht. Grund dafür ist der Treppenaufgang, der die Anbringung eines vierten Ziffernblattes nicht ermöglicht hatte.

Öffnungszeiten

Januar bis März 10 - 16 Uhr
April - Dezember 10 - 18 Uhr