Die Gerichtslaube

Gerichtslaube


Mit ihren aufwendigen Decken- und Wandmalereien und dem Tonnengewölbe gehört die Gerichtslaube ganz sicher zu den Höhepunkten einer Besichtigung der Stadt Lüneburg. Die Besucher werden gerade zu zurück ins Mittelalter versetzt.
Wundervoll bemalte Decken, große Glasmosaikfenster, die die neun guten Helden des Mittelalters darstellen, eine monumentale Tafelmalerei von 1480 und 1495, ein reich geschnitzter Ratsstuhl und kunstvolle Wandschränke (Schenkeschieven, ehemals Aufbewahrungsort für das Ratssilber) prägen diesen Raum.
1330 erbaut, ist die Gerichtslaube der älteste noch bestehende Teil des Rathauses. Ursprünglich war die Ausstattung schlichter, so kamen die Gemälde und das Buntglasfenster erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts dazu.
Warme Luft aus den Öfen im Erdgeschoss wurde durch das System nach oben geleitet, die Ratsherren mussten dann nur noch die Deckel am Boden öffnen und bekamen so warme Füße.
Der Fußboden aus ehemals glasierten Tonplatten und Gipsfeldern mit Löwen und Vierpässen hat eine verblüffende plastische Wirkung und wird heute zum Schutz mit Glas abgedeckt.