Der Lüneburger Wasserturm

Der Wasserturm bietet einen wunderschönen Blick über Lüneburg - bei schönem Wetter soll sogar Hamburg zu sehen sein. Seit Juni 2000 ist es wieder möglich, auf die 56 Meter hohe Aussichtsplattform zu gelangen.

Turm

Geschichte

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts benötigte Lüneburg eine moderne Trinkwasserversorgung. Von 1906 bis 1907 wurde der Wasserturm auf den Resten der mittelalterlichen Wallanlagen im Stil der Backsteingotik gebaut. Er hatte einen Hochtank mit einem Volumen von 500.000 Litern, eine Enteisungs- und Filteranlage. Bis 1985 versorgte er die Stadt mit Trinkwasser, dann wurde der Turm stillgelegt. Die Anlagen wurden verschrottet, nur der Wassertank blieb erhalten

Treppe oder Fahrstuhl

Bis 1998 blieb der Wasserturm ungenutzt und verfiel zusehends. Im Mai 1998 kaufte der Trägerverein Wasserturm Lüneburg den denkmalgeschützten Bau und sanierte ihn mit Spendengeldern. Rüdiger Hedde, Rektor der Hauptschule Stadtmitte, hat die Aktion organisiert. Am 16. Juni 2000 wurde der Wasserturm als Aussichtsturm wieder eröffnet. Besucher können das 56 Meter hohe Dach entweder mit dem Lift oder über die Treppe erreichen.

Wahlpflichtfach Wasser

Rüdiger Hedde führte in seiner Schule das Wahlpflichtfach "Wasser" ein, so dass alle Schüler der Hauptschule sich mit Thema dem auskennen. Jeder Schüler der neunten Klassen ist in der Lage, die Führungen durch den Wasserturm zu machen. Sonntags um 11.00 Uhr und mittwochs um 15.00 Uhr können sich die Besucher die Technik von den Schülern erklären lassen. Es ist auch möglich, außerhalb der regulären Führungen Gruppenführungen anzumelden. Diese sollten allerdings mit der Schule abgestimmt sein, da die Jugendlichen natürlich auch den Unterricht besuchen müssen.

Hochzeit auf dem Turm

Auf den verschiedenen Ebenen des Wasserturms finden Ausstellungen statt. Außerdem könne sich Paare über den Dächern Lüneburgs das Ja-Wort geben. Nach Absprache mit dem Standesamt Lüneburg steht die zweite Ebene freitags zu bestimmten Zeiten (10.00, 11.30 und 13.00 Uhr) für Trauungen zur Verfügung. Außerdem soll der Turm auch für Veranstaltungen unterschiedlichster Art geöffnet werden.